Eine korrekte Rechnung in Österreich enthält **immer**:
1. Vollständiger Name und Anschrift des leistenden Betriebs 2. Vollständiger Name und Anschrift des Empfängers 3. **UID-Nummer** (bei Rechnungen über 10.000 € auch UID des Kunden) 4. Menge und handelsübliche Bezeichnung der Lieferung/Leistung 5. Tag/Zeitraum der Leistung 6. Entgelt nach Steuersätzen getrennt (0 % / 10 % / 13 % / 20 %) 7. Anzuwendender Steuersatz und Steuerbetrag 8. Ausstellungsdatum 9. **Fortlaufende Rechnungsnummer** ohne Lücken 10. Bei Kleinbetragsrechnungen bis 400 € brutto sind Vereinfachungen möglich
> „Bei Zahlung innerhalb von **8 Tagen ab Rechnungsdatum** gewähren wir **2 % Skonto**, ansonsten zahlbar netto innerhalb von 30 Tagen."
Wichtig: Skonto **nur** nach Tagen ab Rechnungsdatum berechnen – nicht ab Leistungsdatum.
Elektronische Archivierung ist erlaubt, sofern **Lesbarkeit** und **Unveränderbarkeit** gewährleistet sind. Eine moderne ERP-Lösung erledigt das automatisch.
| Beleg | Wann | Bindend? | |---|---|---| | Angebot | Vor Beauftragung | Ja, bis zum Ablaufdatum | | Auftragsbestätigung | Nach Annahme durch Kunden | Ja, vertraglich verbindlich | | Lieferschein | Bei Material-Übergabe | Nein, nur Nachweis | | Rechnung | Nach Leistungserbringung | Ja, Zahlungsforderung |
Ein bewährtes Schema für österreichische Elektrobetriebe: - Angebote: `AN-2026-0001` - Aufträge: `AB-2026-0001` - Lieferscheine: `LS-2026-0001` - Rechnungen: `RE-2026-0001` - Gutschriften: `GU-2026-0001`
So kannst du jeden Beleg sofort einer Kategorie zuordnen und Lücken fallen sofort auf.
WKO-konforme Belege sind keine Hexerei – aber jeder Fehler kann teuer werden. Ein ERP-System, das die Pflichtangaben automatisch einfügt, lückenlose Nummernkreise vergibt und Belege revisionssicher archiviert, spart dir bei jeder Betriebsprüfung Nerven und Geld.